Marathongedanken die letzte

Herrschaften,

Hammer! Ich dachte ja eigentlich, dass ich im Vorfeld des Marathons ständig Selbsttherapiebedarf hätte und also alle zwei Tage bloggen müsste. Weit gefehlt. Ich kam zu nichts, wie die geneigte Leserin meinem Schweigen entnehmen konnte. Also soweit sie nicht vermutet hätte, dass ich zwischenzeitlich aufgegeben habe. Mitnichten: Ich habe jede einzelne verdammte Trainingseinheit nach Herbert Steffnys Laufbuch durchgezogen. Ich glaube, um meine Vorbereitung mal zu evaluieren, ich habe insgesamt nur zwei Einheiten in den zehn Wochen nicht gemacht: die auf dem Laufband habe ich vorzeitig abgebrochen, weil ich die nicht ausgehalten habe, und zwei Wochen vor dem Marathon habe ich das Intervalltraining geschwänzt, weil ich mich doch irgendwie ziemlich erkältet fühlte. Sonst habe ich es einfach mal Konsequenz walten lassen, Schnee und Eis hin oder her.

Das hieß für mich, die ich doch einen nicht unanspruchsvollen Beruf habe – ich staune ja immer, wie viel einige Hobbyläufer trainieren können und wie wenige Stunden sie arbeiten – dass ich manchmal Ruhetage ausfallen lassen oder verschieben musste. Das war sicherlich nicht optimal, weil die Regeneration ja zum Training dazugehört, aber für mein Gefühl war es besser, die Einheiten trotzdem zu laufen.

Über die gesamte Zeit gesehen hat mich als Marathonneuling vor allem fasziniert, wie schnell ich konditionell fitter wurde: Die erste lange Einheit von 24km habe ich deutlich schwieriger weggesteckt als die 28km ein paar Wochen später und die versehentlich zu lang geratenen 34km drei Wochen vor dem Marathon haben mich zwar physisch an meine Grenze gebracht, aber ich habe mich wahnsinnig schnell davon erholt. Erstaunlich für mich war auch, dass eine durch die Marathonvorbereitung nicht unbedingt automatisch Körpergewicht verliert, weil du nach den langen Läufen unweigerlich irgendwann Riesenhunger bekommst.

Das wiederum hat mich auf ein ganz anderes Problem zurückgeworfen, über das ich mich aber heute nicht verbreiten will. Ich kämpfe ja noch immer mit meinen Dämonen. Das soll heißen, dass der Gedanke, dass ein Mensch essen muss, um aktiv sein zu können, und dass die Unfähigkeit, das Essen zu unterlassen, keine charakterliche Schwäche ist, mir immer noch sehr fremd ist. Das hat natürlich gravierende Auswirkungen auf mein Essverhalten, aber ich glaube, dass mich der Sport ein wenig gesünder macht, weil er mir deutlicher aufzeigt, wofür ich Energie zuführen muss. Aber wie gesagt, ganz anderer Post.

Das Training selbst war für mich gut zu bewältigen. Die tempointensiven Einheiten waren manchmal schwierig in die Praxis umzusetzen, weil es einfach sehr kalt war und sehr glatt überall. Falls der nächste Winter wieder so wird, muss ich mir vielleicht doch einen Zugang zu einem Laufband verschaffen, aber das ist ja jetzt zum Glück noch lange hin. So war ich jedenfalls am Ende schon irgendwie genervt, aber eigentlich nicht so sehr vom Laufen, sondern mehr von den Rahmenbedingungen. Da habe ich schon ein- oder zweimal gesagt, dass ich nach dem Marathon nie wieder laufe, außer zum Bus.

Ein Problem ergab sich allerdings aus den Bedingungen: Durch das ständige Laufen in Eis und Schnee fühlten sich meine Beine irgendwie nicht so ganz sicher an. Ich kam ständig irgendwie doof auf und habe mich ganz offensichtlich nicht ernsthaft verletzt, aber die Beine waren trotzdem alle beide irgendwie niggelig. Bei der Generalprobe am vorletzten Sonntag, dem Halbmarathon in Wilhelmsburg, waren sie relativ geschmeidig, aber weit entfernt von ideal. Ich habe die Woche über dann alles getan, um die Muskeln und Sehnen so gut wie möglich locker zu machen und es tat mir am Sonntag vor dem Start auch nichts weh, aber die Beine waren hart, daran war nichts zu rütteln.

Ich bin also am Sonntag schon von Anfang an nicht richtig in Schwung gekommen, ich habe mit meinen Beinen gekämpft und keinen Rhythmus gefunden. Nach der Halbmarathonmarke habe ich mir dann ein bisschen Musik angemacht, damit ich, wenn schon keinen eigenen Rhythmus, dann wenigstens einen von außen aufgenommenen finde. Das ging auch so weit ganz gut. Du lebst und lernst: Gel kann ich als Verpflegung gut vertragen, auch sonst ging es mir, von den Beinen abgesehen, physisch ausgezeichnet. Ich litt mit Würde, könnte man sagen und das bis zum Ende. So habe ich zwar meine angepeilte Zielzeit um locker 25 Minuten verfehlt, aber ich habe immerhin meinen allerersten Marathon bewältigt.

An dieser Stelle bricht mein treuer, engagierter und auch sonst ganz phantastischer Streckensupport vor Verzweiflung zusammen, denn die hatten mir mit auf den Weg gegeben, dass ich nicht aufgeben soll, wenn mir meine Zwischenzeiten nicht gefallen. Ich frage mich: Habe ich aufgegeben? Hätte ich weiter pushen können? Ich weiß es nicht so genau, aber ich denke beinahe nein, denn wenn die Hardware nicht arbeitet, kannst du auch mit der besten Software nichts dagegen machen. Wenn ich außerdem die vergangenen eineinhalb Jahre, also meine bisherige „Laufkarriere“ mal Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass ich mental riesige Sprünge nach vorne gemacht habe. Während ich bei meinem ersten Rennen als es schwierig wurde in Panik geraten bin, habe ich Sonntag die Halbmarathonmarke überquert und festgestellt: „So, jetzt wird es interessant.“ Ganz nüchtern.

…und das führt mich zur interessantesten Erkenntnis vom Sonntag: Marathon ist eigentlich wie Halbmarathon, nur länger. Im Leben hätte ich, ehe ich das am eigenen Leib erfahren habe, nicht geglaubt, dass einem die Zeit auch auf der Marathonstrecke nicht lang wird. Das lag ganz bestimmt auch am lustigen Hamburger Publikum, also dem, das nicht eigens meinetwegen dort war, denen gilt sowieso meine ewige Dankbarkeit. Aber es gab auch sonst kaum mal einen Streckenabschnitt, an dem nichts los war, überall standen Leute, die tapfer auch das eher hintere Feld, in dem ich lief, noch mit Verve angefeuert haben. Danke Leute, es war schön mit euch! Und dieser Marathon war ganz bestimmt nicht mein letzter. Das geht noch besser, das wollen wir doch mal sehen.

Marathongedanken VII

Herrschaften,

ist das lange her, dass ich zum letzten Mal vom Training berichtet habe.

In der Zwischenzeit war ich auf Dienstreise in Spanien, in Valencia um genau zu sein. Ehe ihr jetzt neidisch werdet: Ich kann berichten, dass es mit der Sonnenbrille ist wie mit dem Regenschirm. Haben wir sie dabei, brauchen wir sie nicht. Ein Schlauchboot wäre stattdessen gut gewesen. Davon aber später mehr.

Die Trainingswoche vor der Reise war ganz gut. Es standen relativ wenige Kilometer auf dem Plan. Stattdessen war ein 10km Aufbaurennen angesagt, das ich im Rahmen der Berner Winterlaufserie absolviert habe. Das war nun eine ganz allerliebste Veranstaltung. Es war wenig los, es gab auch keine richtige Zeiterfassung, aber die Damen und Herren vom TuS Berne waren so nett zu uns, das hat es mehr als wieder rausgehauen. Handgestoppt war ich nach 56:53min im Ziel, also durchaus im 57:00min Zeitlimit, das der Herr Steffny mir gesetzt hat. Außerdem war nix abgesperrt, das heißt, ich musste an Straßen anhalten und hätte mich an einer Stelle beinahe verlaufen, so dass ich wieder kurz anhalten und umdrehen musste. Unter allen diesen Bedingungen bin ich ganz zufrieden mit dem Stand meiner Vorbereitungen. Zudem war die Strecke sehr schön, das Wetter kalt und sonnig, alles im grünen Bereich.

Wegen besagter Reise fing dann die Trainingswoche letzte Woche mit einer Einheit auf dem Laufband an. Ich residierte nämlich im charmanten Tagungshotelbunker an der lauschigen Ausfallstraße, dann kam noch die Sintflut dazu, deswegen hielt ich es für geboten, hier mal auszuweichen. Es war eine 60min Dauerlaufeinheit geplant, die habe ich einfach nicht durchgehalten. Dieser Lärm, den das Laufband macht, dann die Langeweile, weil vor dem Fenster nichts passiert außer dass die Sonne aufgeht. Ich weiß gar nicht, wie ich damals, zu Zeiten, als ich selbst noch im Fitnessclub trainiert habe, so ein Training ausgehalten habe. Ich habe das jedenfalls komplett verlernt. Da aber jeder Lauf besser ist als gar kein Lauf, war ich nur kurz frustriert und habe mir lieber die Tagung und die Stadt genauer angesehen. Beides war die Reise absolut wert.

Donnerstag habe ich dann die geplanten 70min Dauerlauf gemacht, da war meine ganze Laufwelt in Ordnung. Ich hatte deshalb und wegen viel vor am Wochenende schon so leise überlegt gehabt, ob ich die Nummer von der vorvorigen Woche einfach wiederholen und den Ruhetag am Freitag ausfallen lassen soll. Hätte ich das mal getan, denn am Wochenende machte mir das Wetter wiederum das Läuferinnenleben schwer.

Sonnabend bin ich noch in aller Seelenruhe die normal geplanten 60min gelaufen. Doch danach finge es an zu schneien und hat so bald nicht wieder aufgehört. Die lange Einheit am Sonntag fand also in 20cm Neuschnee statt. Ich bin die 27km gelaufen, die auf meinem Plan standen. Aber WAR DAS ANSTRENGEND. Ich habe die Pace sogar halten können, aber der Puls war einfach ein kleines bisschen zu hoch, wundert mich auch nicht. Dazu muss ich zugeben, dass ich während des Laufens nicht auf die Uhr geschaut habe, erst am Ende, weil ich dann so dermaßen keine Lust mehr hatte, dass ich genau 27km laufen wollte, keinen Meter mehr.

Bei solchen Bedingungen zeigen sich, finde ich, doch die Grenzen auch guter Ausrüstung. Ich hatte mir ein leichteres Laufshirt mit langen Ärmeln und Kapuze angezogen, darüber ein Fleece, ebenfalls mit Kapuze, und einen Windbreaker. Über die Kapuzen war ich echt froh, denn der Wind war streckenweise ganz schön giftig. Auch die dünnere erste Schicht hat sich bewährt, denn ich kam erst gegen Ende an den Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass meine Klamotten eigentlich nass waren. Dennoch: Irgendwann kommt der Punkt und ab da ist es einfach nicht mehr schön. Ich bin auch zum ersten Mal überhaupt in meinem Läuferinnenleben direkt nach einem Lauf in die warme Badewanne gegangen. Schlecht war das nicht.

Trotzdem war ich hinterher unglaublich müde… aber was heißt hier eigentlich war? Es ist Dienstagmittag und ich bin noch immer müde. Ich bin aber auch noch nie in meinem ganzen Leben so viele Kilometer am Stück gelaufen. So ganz langsam bekommen die 42,2km so etwas wie Realität. Bis dahin muss allerdings noch was passieren, habe ich so den Eindruck.

Meine erste Konsequenz ist, dass ich mit sofortiger Wirkung das Biertrinken eingestellt habe und das gedenke ich auch bis zum Marathon so zu lassen. Als zweites integriere ich die Yogaübungen wieder fest ins Training, denn mit stabiler Rumpfmuskulatur tue ich mich natürlich deutlich leichter. Als drittes aber kann ich erfreut vermelden, dass der Muskelkater gegen Null geht. Also ich merke, dass ich eine hintere Oberschenkelmuskulatur habe, aber von Muskelkater im engeren Sinne kann überhaupt gar keine Rede sein.

Heute liegt ja noch immer Schnee aber zumindest scheint die Sonne. Die ist auch schon richtig warm, habe ich festgestellt. Zum Glück hatte ich mich heute früh gleich für Babysonnenmilch als kombinierten Kälte- und Sonnenschutz im Gesicht entschieden. Zudem hatte ich mich entschlossen, die Einheit heute ausschließlich nach Herzfrequenz zu laufen, auf das Tempo habe ich nicht geachtet und so hat es sogar richtig Spaß gemacht, die Laufwoche wieder anzufangen.

In diesem Sinne: Realität ist was für Leute, die Angst vor Einhörnern haben. Oder so.

Marathongedanken VI

Herrschaften,

diese Laufwoche war deutlich schwieriger als die letzte. Auf dem Plan standen ein 60min Dauerlauf mit einer Pace von 6:30, 7km Tempo, ein zweiter 60 Minuten-Lauf mit Steigerungen und eine lange Einheit von 24km.

Der erste Stundenlauf war vergleichsweise harmlos, die Kilometer von letzter Woche fühlten sich in den Beinen ganz gut an. Ich hatte den Eindruck, dass ich vorangekommen war.

Die 7km Tempo waren dann allerdings meine bisher schlechteste Trainingseinheit. Es ist etwas passiert, was bei mir extrem selten vorkommt: Ich habe keinen Rhythmus gefunden. Ich bin irgendwie halb gestolpert und halb gelaufen. Dabei hat es bestimmt eine Rolle gespielt, dass ich die Einheit abends laufen musste und ich ein bisschen nachtblind bin, so dass mich entgegenkommende Autos mit ihren Scheinwerfern immer sehr irritieren. Ich konnte wohl streckenweise schlecht zwischen Auge und Fuß koordinieren. Sicherlich hat außerdem eine Rolle gespielt, dass ich den Ruhetag zwischen den beiden Einheiten habe ausfallen lassen, weil ich die vier Trainingseinheiten sonst nicht mit dem Rest meines Lebens unter einen Hut bekommen hätte. Auf jeden Fall habe ich die Kilometer abgerissen, aber ohne jeden Spaß bei der Sache, so richtig im wahrsten Sinne des Wortes Augen zu und durch.

Dass ich den Steigerungslauf auch gleich wieder am nächsten Tag gemacht habe, ging nur, weil ich mir die ganze Zeit gesagt habe, dass ich dann ja einen Tag lauffrei habe. Mit dieser Einheit war ich ganz zufrieden: Die Steigerungen haben sich nicht nach “Volle Kraft voraus” angefühlt, aber ich hatte die Dinge zumindest wieder unter Kontrolle. Dass unser magischer FC dann am nächsten Tag drei Punkte holen konnte, war einerseits gut für die Läuferinnenseele, andererseits blöd fürs Training, denn es gab dann schon zwei Bier.

Die 24km Einheit habe ich gestern gemacht und wenn ich mir die weiße Szenerie heute dort draußen gerade so ansehe, finde ich auch, dass ich da alles richtig gemacht habe. Die 24km an sich waren jedoch nicht von Pappe, als ich die hinter mir hatte, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich an die noch 18km hätte anhängen können. Zumindest habe ich nicht wieder das Tempo überzogen und streckenweise hat es sogar Spaß gemacht. Ist euch schon mal aufgefallen, wie eure unmittelbare Umgebung zusammenschrumpft, wenn ihr versucht, ihr längere Laufstrecken abzuringen? Ich hätte bis gestern die Strecke zur Alster hin und dann zweimal drumherum schon als lang beschrieben, hatte aber die nötigen Kilometer danach noch lange nicht voll.

Der beste Ehemann fühlte sich gestern leider nicht in der Lage, mich zu begleiten, also habe ich anderweitig nach Unterhaltung für unterwegs gesucht. Wie passt es eigentlich zur Marathonvorbereitung, wenn eine die Hörspielversion von Kafkas Proceß vom bayerischen Rundfunk hört?

Der zweite Grund, weshalb ich die lange Laufeinheit gestern schon durchgezogen habe, war die Geburtstagsparty am gestrigen Abend, die zwei liebe Freunde von mir jedes Jahr veranstalten und die mit Recht legendär ist. Ich war auf dem Weg dorthin nicht davon überzeugt, meinem zweiten Neujahrsvorsatz (Es muss mehr getanzt werden!) gerecht werden zu können, aber nach einem kleinen Koffein- und Zuckerschub von Afri-Cola sah die Welt schon ganz anders aus. Mir ging es wieder großartig, diese Tanzfläche war auch meine. Und wie sagte ein geschätzter Laufkollege von mir einmal zum Tanzen? “Gut für die Stabilität”? Ich will es hoffen. Im Endeffekt blicke ich also der neuen Laufwoche dann doch recht gelassen entgegen. Stay tuned!

Marathongedanken V

Herrschaften,

da sagte ich doch gestern zum besten Ehemann, dass ich keinen Bock mehr auf Winter hätte. Einwand: So viel wie dieses Jahr hätte ich ja noch nie über den Winter gemeckert. Antwort: Wohl wahr, aber bisher habe ich mich ja auch noch nie auf einen Marathon vorbereitet. Das wollte ich mal loswerden. Ich fange an zu verstehen, warum Profisportler in Trainingslager fahren irgendwo hin, wo das ganze Jahr gleichmäßige Wetterbedingungen herrschen. Aber wie auch immer, wie sagte Mark Twain “Everybody talks about the weather, but nobody does anything about it”? Vielleicht sollte ich mal demonstrieren gehen.

Jedenfalls dachte ich, es wäre höchste Zeit, dass ich die bisherige Marathonvorbereitung mal Revue passieren lasse. Im Januar lautete die Parole ja, jeden Tag laufen zu gehen, egal wie viele Kilometer und das slow and steady. Letzteres hat in der ersten Hälfte des Monats ganz gut geklappt, dann war es mir zu doof. Außerdem war ich im Stress, also bin ich gerannt. Zu schnell. Später war ich auch noch auf Dienstreise, wo ich zu gar nichts gekommen bin. In der Bilanz bin ich dennoch ganz zufrieden: Es sind so um und bei 250km geworden und es war schön, mal wieder täglich diesen Schub zu haben, den eine durch Training bekommt.

Seit letzter Woche wird mir so langsam klar, dass es wirklich ernst wird mit der Vorbereitung. Ich folge einem 10 Wochen-Plan nach Steffny. Dabei mache ich etwas, was wahrscheinlich nicht so ganz schlau ist, wovon ich aber hoffe, dass es mich beruhigt, ich laufe nämlich einen schnelleren Plan als den für die Zielzeit, von der ich denke, dass ich sie realistischerweise erreichen kann. Die Logik dahinter ist, dass ich mich besser vorbereitet fühlen will als nötig, hoffentlich geht der Plan auf.

Letzte Woche standen also zwei Dauerläufe, 60 bzw. 40 Minuten, mit einer Pace von 6:30 auf dem Programm, ein Tempolauf über 5km mit 6:00 Pace und eine lange Einheit von 22km. Besonders beim Tempolauf habe ich gemerkt, dass mir die kontinuierliche Belastung im Januar ein ganz schönes Stück weitergeholfen hat. Der Puls war im Schnitt natürlich über 80% vom Maximum, aber so gerade eben, und die Pace unter 6:00 zu halten war gar kein Problem. Die langsameren Einheiten habe ich wie immer zu schnell absolviert, besonders die 22km am Sonntag waren mit 6:22 viel zu schnell, aber was soll eine denn tun, wenn es so kalt ist? Laufband kommt mir nicht ins Haus, ich will draußen laufen, womit wir wieder beim Wetter wären.

Heute morgen auf dem 60 Minuten Dauerlauf war meine ganze Laufstrecke voll Matsch vom Schneeregen, den wir seit gestern hatten, da dachte ich an das, was Simon Freeman vor kurzem geblogt hat: Die Unannehmlichkeiten auf dem Weg zum Marathon gehören dazu. Keine bahnbrechende Erkenntnis, ich weiß, aber was das für eine selbst bedeutet, ist wohl individuell unterschiedlich.

Viele, viele Läufer_innen laborieren an Verletzungen herum oder haben sich von der Grippewelle erfassen lassen. So gesehen habe ich Glück, das einzige, was ich habe, ist ein Trainingsplan und nicht dazu passende Wetterbedingungen, ich halte mich an Regeln, die wer anderes aufgestellt hat. Für mich ist das gar nicht so einfach, denn so etwas führt bei mir automatisch zu “Du kannst mich mal”. Naja, und dann habe ich noch ganz persönliches emotionales Gepäck, aber das ist ein anderer Post. Für heute stelle ich fest, dass es wirklich ernst wird: Ich werde wirklich Marathon laufen im April und ich bin ganz konkret auf dem Weg dort hin. Das macht mich gleichzeitig froh und sehr ängstlich. Rennendes Nervenbündel eben. Es hat keinen Sinn, das abzustreiten. Run on!

Persönlicher Nachtrag zum Aufschrei

Herrschaften,

hierzulande gibt es ja eigentlich keine Debatten. Das, was wir für Debatten halten, sind häufig Kaskaden von Äußerungen, wo alle was vor sich hin reden, was ihnen so einfällt zu einem Thema. Dabei wird wenig auf die Argumente anderer eingegangen, sondern stets das Thema von Adam und Eva immer wieder neu aufgerollt. Ein unschönes Beispiel dafür, wie sowas läuft, ist die Diskussion, die im Mainstream bis heute auf den #aufschrei gefolgt ist. Viele haben sich in Kleinigkeiten und Randproblemen aufgehalten, wie zum Beispiel der Frage, ob denn die Bluse jetzt auf sein darf, wenn eine was von Sexismus sagen will. Vorangebracht hat diese spezielle „Debatte“ wahrscheinlich fast (noch) niemanden.

Hoffentlich bleibt das nicht so, denn eigentlich hätte die Aktion das Potential, das Bewusstsein von vielen zu verändern. Was nämlich imho mit #aufschrei hätte hörbar werden können, wäre der nicht irgendwie im hegemonialen Netz hängen geblieben und dort ziemlich verreckt, ist, wie weit verbreitet sexistisches Verhalten ist. Was dabei hingegen bislang vor allem deutlich wurde, ist, wie wenig weit verbreitet die Bereitschaft ist, denen zuzuhören, die von sexistischem Verhalten betroffen sind.

Mir wurde ja auch vorgeworfen, ich verdächtigte Männer, die sich beim Frauen Anquatschen doof anstellen, dass sie eigentlich gern vergewaltigen würden. Doch darüber, dass sexualisierte Gewalt im engeren Sinne zu verurteilen ist, darüber sind wir uns doch wohl einig. Worüber ganz offensichtlich große Unsicherheit herrscht, ist hingegen der alltägliche Umgang und wie es da um den Sexismus steht.

Ich musste ja doch lachen, als vergangene Woche wer twitterte „Wer Sexismus mit Sex verwechselt, der verwechselt auch Faschismus mit Fasching“. Wie immer bei blöden Witzen steckt auch in diesem ein Krümelchen Wahrheit. Die Form kann sich ähneln, der Inhalt aber ein ganz anderer sein. Und Sexismus sagt nach außen hin Sex, hat damit aber eigentlich überhaupt nicht viel zu tun.

Was ich damit meine, dachte ich, könnte ich mal anhand eines Erlebnisses aus meinem glücklicherweise sehr kleinen Fundus an persönlichen Begegnungen mit Sexismen erläutern. Ich stand vor einiger Zeit mal sehr früh am Sonntagmorgen am Hauptbahnhof, angetan mit Klamotten, um aufs Land zu fahren (ja, ich habe lange überlegt, ob diese Vorbeugung von Victim Blaming hier angesagt ist, aber beschlossen, dass ich aus der Nummer eh nicht rauskomme), und kaufte am Automaten einen Fahrschein. Da kam plötzlich von links ein kürzerer Herr an und fragte mich, wo denn der Zug nach Berlin fährt. Ich antwortete kurz angebunden aber höflich, ich hätte keine Ahnung und wies in Richtung des Infostands. Ich hätte es mir eigentlich denken sollen, dass er daraufhin nicht einfach seiner Wege gehen würde. Man quatschte mich weiter voll, so lange, bis ich deutlich sagte, man möge mich bitte in Ruhe lassen. Daraufhin rief er seinem Kumpel zu: „Ey, sie hat gesagt, sie will mit dir ficken!“ – Antwort Kumpel: „Ja, sieht sauber aus, bring her.“

SONNTAGMORGEN UM ACHT AM HAUPTBAHNHOF, da hab ich nicht mal Verständnis für gute Witze, für schlechte nicht und für sexistische schon mal gleich überhaupt gar nicht.

Was also ist da passiert? Meiner Meinung nach das: Kommt eine Person auf eine andere zu und verlangt Aufmerksamkeit. Zweite Person ist hierzu nicht bereit und sagt geh weg. Erste Person ist nicht bereit, ihrer Wege zu gehen und bringt dies zum Ausdruck und zwar wie? Mit einer sexualisierten Bemerkung. Der Punkt bei dieser Kommunikation ist vor allem, dass niemand, weder ich noch der Kerl, auf Sex aus waren. Darum ging es überhaupt nicht. Es ging ausschließlich darum, mir den Bruch des sozialen Kontrakts klarzumachen, den ich seiner Meinung nach begangen hatte. Das Mittel hierzu war der Hinweis auf meine Verpflichtung zur sexuellen Verfügbarkeit.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich habe mich in keiner Weise bedroht gefühlt, ich hatte keine Angst und ich bin auch nicht dauerhaft verunsichert. Aber ich fand es extrem ärgerlich und unhöflich und es hängt einer den Tag über nach und zwar deswegen, weil eine sich einfach ungerechtfertigt angegriffen fühlt auf eine Weise, gegen die es kaum eine Gegenwehr gibt. Du wirst („sieht sauber aus“) allein aufgrund deines Geschlechts, für oder gegen das du nichts kannst, verbal zum Bahnhofsklo degradiert und du lebst in einer Welt, in der von dir erwartet wird, dass du mit dieser Art von Quatsch klarkommst, dass du das hinnimmst, dich damit arrangierst. Und insofern ist keiner, nicht einmal der scheinbar banalste #aufschrei-Tweet unberechtigt. Es ist einfach nicht okay, was da von Frauen verlangt wird nur weil sie Frauen sind. Und was, glaube ich, wirklich denen nicht klar ist, die nicht von Sexismus betroffen sind, ist, wie sehr unsere Welt noch immer davon geprägt ist.

Vom Überleben mit Twitter

Herrschaften,

meine Twitter Timeline hat mir gestern Abend zwar vielleicht nicht das Leben, aber zumindest die geistige Gesundheit gerettet. Anatol Stefanowitsch hatte uns den Jauch ja bereits im Vorfeld unter die Nase gerieben und so sah ich mir das Elend in epischer Breite an. Die beiden größten Herrenwitze des gestrigen Abends waren eindeutig Wibke Bruhns und Günter Jauch selbst.

Günter Jauch hatte die falschen Moderationskarten dabei, nämlich die mit den bildungsbürgerlichen Papisprüchen, die bei Wer wird Millionär milde lustig sind, aber halt bei der Diskussion eines gesellschaftlichen Problems eher fehl am Platz.

Wibke Bruhns aber vertrat ein Menschenbild, in dem “der Mann” mit der Keule auf die Jagd geht und die Familie in der Höhle sitzt und wartet (cf. Loriots Papa ante Portas, der im Vergleich geradezu revolutionär subversiv mit diesem Menschenbild umgeht). Frauen, so geht die darwinistische Logik weiter, können in der Welt nur bestehen, wenn sie “stark genug” sind, um mit der männlichen sexualisierten Aggressivität im allgemeinen Umgang zurechtzukommen, sich davon nicht kleinkriegen lassen. Frauen, die das nicht können, haben auch keinen guten Job verdient.

Das ist natürlich aus jeder möglichen Richtung betrachtet Blödsinn: Weder sind Männer von Natur aus sexistische Arschlöcher noch sollte das, wenn es denn dann doch in der Praxis mal vorkommt, zum Maßstab von unser aller Verhalten werden.

Die weitere Diskussion bei Jauch kam dann immer wieder darauf zurück, dass Frauen sich erstens wehren müssten und es wurde zweitens gefragt, wo denn jetzt die Grenze verlaufe zwischen “harmlosem Flirt” und Übergriff. Diese Diskussion macht mich schon wieder ganz unglaublich müde, denn sie geht davon aus, dass Männer nicht in der Lage seien, das zu unterscheiden. Das stimmt so ganz einfach nicht. Es gibt keine breite Grauzone, aus der sich die große Zahl von Missverständnissen ergeben könnte, die angeblich unabsichtlich zu übergriffigem Verhalten führen.

Wenn in einer Kneipe ein Typ eine Frau anspricht und sie daraufhin “Aha” sagt und sich zu ihrem Bier umdreht, dann hat sie sich nicht ambivalent verhalten. Dann hat sie nicht – wie unterschwellig auch immer – signalisiert, dass sie Körperflüssigkeiten austauschen möchte. Es ist überhaupt nicht nötig, dass sie sagt “Geh weg, ich möchte nicht mit dir reden”, denn die normalen Regeln des sozialen Miteinanders beinhalten bereits, dass hier ganz offensichtlich die Kontaktaufnahme nicht auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Wenn der Typ jetzt weiter auf die Frau einquatscht, dann liegt genau darin der Übergriff und der definiert sich weder durch Alter noch durch sexuelle Attraktivität wie Herr Karasek bei Jauch gestern Abend meinte, sondern einfach dadurch, dass der Mann in dieser Situation zwar gemerkt hat, dass kein Interesse an einer Unterhaltung besteht, aber sich dazu entschieden hat, das zu ignorieren.

Dass es im alltäglichen Miteinander zwischen Männern und Frauen ständig zu Missverständnissen über gegenseitige Sympathie und Paarungsbereitschaft käme, ist einfach nicht wahr. Die Grauzone ist an dieser Stelle verschwindend klein und nicht die Frauen müssen darüber aufgeklärt werden, wie sie aus der Grauzone herauskommen. Wenn es nach denen geht, die solche Argumente vertreten, dann ginge das ohnehin nur indem sie sich zu Hause einschlössen. Anders hätte sich der größte Teil der #aufschrei-Erlebnisse nämlich nicht verhindern lassen.

Können wir bitte endlich aufhören so zu tun als hätten wir es hier mit subtilen Nuancen der ach so ambiguen menschlichen Kommunikation zu tun und das Problem dort lokalisieren wo es liegt, nämlich darin, dass Menschen in bestimmten Situationen einfach den Willen und die Äußerung des Gegenübers ignorieren. Das nämlich ist tatsächlich nicht von vornherein gegendert. Das können (und tun) Frauen ebenso wie Männer und dann ist es ebenso falsch. Der Unterschied ist nur, dass die Machtverhältnisse eben so sind, dass Männer häufiger als Frauen in der Position sind, das zu tun.

Warum der Herr Ulmen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht lustig wird

Herrschaften,

was ist eigentlich Realsatire? Das ist an und für sich kein wirklich trennscharf definierter Begriff. Zumindest gibt es keine Definition, die eine Satiretheoretikerin wie ich eine zu sein glaube, wirklich befriedigt. In der Regel meinen wir damit Texte, Fernsehsendungen oder Filme, die “die Wirklichkeit” irgendwie abbilden, aber in einer Weise, die demonstriert, wie absurd die Welt “da draußen” (Fox Mulder) organisiert ist. Dabei wird gerne übersehen, dass die Wirklichkeit nicht in sich schon satirisch oder auch ironisch (Alanis Morissette) sein kann. Die Wirklichkeit oder die Welt ist nämlich einfach die Welt und die steht da so rum. Dass wir sie satirisch finden, folgt aus unserer Interpretation.

Es ist also wohl eher so, dass der Begriff Realsatire ein Gefühl ausdrückt, das wir manchmal haben, wenn wir uns diese Welt genauer ansehen. Es gibt Politiker_innen, die wir glauben nicht mehr parodieren zu können, weil sie ihre eigene Karikatur sind. Es gibt Situationen, die uns so absurd vorkommen, dass wir nicht glauben, dass eine Satire noch einen draufsetzen könnte, um sie wie es so schön heißt, bis zur Kenntlichkeit zu verzerren.

Im Grunde genommen ist also Realsatire der Zustand der Welt immer da, wo wir nicht mehr in der Lage sind, ihre fehlerhafte Beschaffenheit zu ignorieren: Weil offensichtlich ist, was eine Satire sonst durch Überzeichnung erst hervorheben müsste, nennen wir sie dann Realsatire.

Die gerade in der Blogosphäre hohe Wellen schlagende geplante Tevausendung “Who wants to fuck my girlfriend?”, als sexistische Kackscheiße ™ von der Mädchenmannschaft mit Recht abgewatscht, kann schon deshalb keine Realsatire sein, weil sie im Gewand der Scripted Reality-Show daherkommt. Solche Sendungen bilden aber – auch wenn schlichtere Gemüter das bisweilen nicht wahrhaben wollen – keinerlei Wirklichkeit ab, weder eine angenehme noch eine unangenehme. Sie sind auf maximales Drama ergo maximalen Profit durch maximale Kostenreduktion hin produzierter Sendezeitfugenkitt. Das wäre nur dann nicht so schlimm, wenn der Zuschauerin klar wäre, dass sie genau das sind. Da sie aber ihre Attraktivität für die Zuschauerin ausschließlich aus der vermeintlichen Nähe zur Echtheit der agierenden Personen beziehen, ist es halt doch schlimm.

Wenn also “Who wants to fuck my girlfriend?” keine Realsatire ist, was ist es denn dann? Das ist eine echt gute Frage, das kann, glaube ich, anhand des bislang zur Verfügung stehenden Materials noch niemand sagen. Der Handlungsrahmen der Show ist unerträglich bescheuert: Männer lassen ihre Partnerinnen um die Aufmerksamkeit anderer Hergelaufener konkurrieren und am Ende kriegt der einen Preis, dessen Partnerin das am erfolgreichsten getan hat. Was sich der Herr Ulmen beziehungsweise die Firma dabei denkt, wissen wir nicht so genau, weil dieser bescheuerte Handlungsrahmen ja vom fiktiven Trottel Uwe Wöllner ausgedacht ist. Dadurch, dass der ein Trottel ist, könnte jetzt auch die Spielschow, die er sich ausgedacht hat, satirisch kritisiert werden.

Problem nur: Die Spielshow gibt es ja nicht, zumindest nicht in dieser Form. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass andere Scripted Reality-Formate wie “Schwiegertochter gesucht” oder die “X-Diaries” da durchaus mithalten könnten. Außerdem ist es vom “Bachelor” zum Verschachern der eigenen Partnerin ein echt minimaler Schritt. Und das ist meiner Meinung nach das eigentliche Problem: So richtig wirklich unterscheiden lässt sich das ernst gemeinte Scripted Reality-Format vom Ulmen-Format nicht. “Diese Szenen wurden nachträglich coloriert, sie werden keinen Unterschied feststellen.” (Sledge Hammer) Also werden Zuschauerinnen auch diese Sendung mit der gleichen Motivation ansehen: Interessant ist es nur, wenn wir vermuten, dass die Menschen, die hier zu agieren scheinen, echt sind.

Etwas expertenhafter ausgedrückt: Wir können keinen Diskurs ironisch in Frage stellen, ohne ihn gleichzeitig (auch) zu reproduzieren. Selbst wenn also “Who wants to fuck my girlfriend” parodistisch gemeint ist, wird es nicht wie eine Parodie angesehen werden. Selbst wenn wir wissen, dass es eine Parodie ist, bleiben noch immer die Frauen, die natürlich unerträglich unbeholfen freundlich im Friseursalon bzw. im Bordell (Teaser, kann eine sich auf youtube ansehen, wenn sie denn unbedingt will) an Halbglatzen herumgraben, die von den Zuschauerinnen als Frauen wie sie eben so sind wahrgenommen werden.

Muss der Sender das machen? Wahrscheinlich, weil das Geld knapp und die 24 Stunden Sendezeit lang sind, zumal wenn er Werbeminuten mit dem Blödsinn verkauft. Steht auch Christian Ulmen drauf, wird sich wohl sogar ganz gut verkaufen. Allerdings stellt sich die Frage, warum das nicht bei RTL läuft, was doch eigentlich die Heimat des Realitätsfernsehens ist, war denen das etwa zu doof? Kaum vorstellbar. Muss Christian Ulmen das machen? Keine Ahnung, wenn eine bedenkt, dass er in Herr Lehmann das letzte Mal lustig war und da unter tatkräftiger Mithilfe von Sven Regener und Detlev Buck, dann fällt ihm wahrscheinlich nichts besseres ein.

Eins ist jedenfalls klar: Diese Sendung reproduziert im Trash-Tevau-Format sexistische Stereotype, also gerade dort, wo Wirklichkeit und Fiktion gewollt miteinander verschmelzen. Das kann selbst bei allerbesten parodistischen Absichten (mit denen bekanntermaßen der Weg zur Hölle gepflastert ist) auf gar keinen Fall gut gehen. Weckt mich, wenn es vorbei ist.